Die Suche nach dem perfekten Begleiter

Ein Bericht über meine Vorliebe für Notizbücher und warum das X17 Notizbuch mein Herz im Sturm erobert hat

Vorwort

Seien wir mal ganz ehrlich: jeder von uns hat eine Schwäche für etwas!  Sei es für Schokolade, Schuhe oder andere schöne Sachen. Natürlich habe ich sie auch, nämlich für tolle Papeterieprodukte – vor allem für Notizbücher.
Das wissen auch meine Freunde, weshalb kein Jahr bis jetzt vergangen ist, wo ich kein Notizbuch geschenkt bekommen habe. Jetzt haben sich über die Jahre so einige Notizbücher bei mir angehäuft. Einige sind voll geschrieben, manche nur zum Teil und dann gibt es noch die Exemplare, die leer geblieben sind. Nicht weil sie mir nicht gefielen, ganz im Gegenteil, sondern weil sie mir zu sehr gefallen! Vielleicht gibt es den ein oder anderen von euch, der folgende Situation auch kennt:

Man bekommt ein wunderschönes, am besten noch eines aus exklusiven Material gebundenes mit tollen Veredelungen verziertes Notizbuch geschenkt. Es sieht ungemein hochwertig aus, das Papier ist ein Traum und die blanken Seiten warten darauf, beschrieben zu werden und voilá da ist sie – die totale Hemmung etwas rein zu schreiben. „SO ein besonderes Notizbuch sollte für besondere Anlässe und Gedanken sein und nicht für Trivialitäten des Alltags.“ „Was ist, wenn ich schief und hässlich schreibe? Die Seite kann ich auch nicht einfach rausreißen.“ Ohne, dass wir es merken, landet das Notizbuch nach solchen Gedanken prompt im Bücherregal und verstaubt mit der Zeit.

Hier seht ihr einige meiner Notizbücher, die ich aktuell und größtenteils verwende:

Ich benutze verschiedene Notizbücher für unterschiedliche Themenbereiche, sei es zur Persönlichkeitsentwicklung, für die private Zitatesammlung oder um Gedanken morgens festzuhalten. Ich finde alle ganz hübsch, aber ich muss ehrlich sein: keines davon erfüllt gänzlich meine Erwartungen.
Am besten abgeschnitten hat bis jetzt das storage.it von mark’s – dabei handelt es sich um eine Kunststoffhefthülle mit einem integrierten Zip-Beutel. In der Innenseite der Hülle gibt es Visitenkartenfächer und eine Stiftschlaufe besitzt sie auch. In seiner Funktionalität ist sie tip top und hat mir unterwegs treue Dienste geleistet.
Was mich nie überzeugt hat, war das Material und der Bedruck der Hülle – dies ist aber nur mein persönlicher Geschmack, da ich natürliche Materialien schöner finde. Aber es ist wirklich praktisch, erfüllt seinen Zweck und ist vollkommen funktional!

Was mich immer an bisherigen Notizbüchern gestört hat, waren zum Beispiel folgende Aspekte:

  • Hardcover und ähnliches:
    – Oft sehr wertige, schöne und feste Umschläge, die das Notizbuch aber so toll machen, dass man sich nicht traut reinzuschreiben
    – Seite ausreißen? Undenkbar!
  • Ringbücher:
    – Ringe stören beim Schreiben.
    – Je nach Ringgröße, nehmen sie mehr Platz ein als sie bräuchten.
  • Allgemein:
    – Man ist an die Lineatur gebunden, die man sich von Anfang an aussucht. Notizbücher mit mehreren Lineaturen gibt es kaum.
    – Du hast immer ein anderes Notizbuch, sobald du eines voll geschrieben hast. (Natürlich kannst du dir dein Lieblingsnotizbuch immer wieder holen. )
    – Dir sind nummerierte Seiten wichtig? Viel Spaß beim Suchen.

Was mir persönlich wichtig ist und toll wäre zu haben sind zum Beispiel Lesebändchen, austauschbare Einlagen, Seiten sollen ausreisbar sein (aber nicht zu einfach!) ohne dass man etwas bereut, Stiftschlaufe, Einsteckfächer und eine hochwertige Hülle mit toller Haptik.

Aber egal, wie sehr ich suchte, bis jetzt mussten immer Kompromisse gemacht werden – bis ich das X17 Notizbuch testen durfte.

Erfahrungsbericht über das X17 Notizbuch

Markus Rödder von zoomlab und Social-Media-Beauftragter von X17 habe ich über Instagram kennengelernt als wir bemerkten, dass wir beide eine Leidenschaft für tolle Papeterieprodukte haben. Ich bewundere ja immer noch seine Füllersammlung – schaut euch mal seinen wunderschönen Stonewashed ALSport Kaweco Füller an! Bei mir steht er auf jeden Fall schon mal auf meiner Wunschliste.
Umso mehr freute ich mich als er mich fragte, ob ich denn nicht Lust hätte, ein X17 Notizbuch zu testen, zum Beispiel im Format A6. Ich stellte mir meines nach Herzenswunsch zusammen und kurz darauf sandte mir Matthias Büttner, der Geschäftsführer von X17, die Produkte zu. Zusammengesetzt sah mein Notizbuch so aus:

Wunderschön und kein Vergleich zu meinen bisherigen Notizbüchern, findet ihr nicht auch? Es liegt wunderbar in der Hand, fühlt sich toll an und riecht auch herrlich natürlich nach Leder. Aber fangen wir doch erstmal von vorne an!

Was ist ein X17 Notizbuch überhaupt?

Bei den X17 Notizbüchern handelt es sich um ein modulares Notizbuchkonzept. Modu-was? Ganz einfach: Du suchst dir eine Hefthülle aus, definierst wie viele Hefteinlagen du haben möchtest und wählst dementsprechend deine Lineaturen aus, die du verwenden möchtest. Die Einlagen werden dann mit sogenannten ElastiX, das sind spezielle Kautchukringe, an der Hülle befestigt .

Material + Format
Die Hüllen gibt es in verschiedenen Materialien ( und natürlich verschiedenen Formaten von A7 bis A4 ) wie vegetabil gegerbten Leder aus Belgien, italienisches Glattleder in schönen satten Farben, Lederfasermaterial, veganen Zellulosefasern, Polypropylen, für die Moleskinliebhaber steht auch Balacron zur Auswahl, Hartfaserkarton und robustes Nylonfake.

Hefte + Einlagen
Es gibt nicht nur geläufige Lineaturen wie blanko, kariert, liniert oder gepunktet (mein absoluter Favorit!) sondern auch welche für Noten, (Adress-)Register und sehr viele mehr! Kalendarien, Fahrbücher, Leporellos, es gibt nichts, was das Herz nicht begehrt. Am besten schaut ihr einfach mal selber hier im x17 Online-Shop!

Zubehör
Tolle Accessoires für das Notizbuch gibt es auch noch wie zum Beispiel Doppelbuchbänder, die als zwei Lesezeichen dienen, selbstklebende Stiftschlaufen und Doppeltaschen, worin ihr eure Quittungen, Scheine, Tickets und sonstigen Kleinkram verstauen könnt!

Kurz: Was will man eigentlich mehr?

Hier seht ihr einige Nahaufnahmen und Details meines neuen Begleiters. Ich mag die kleinen „Macken“ im Leder, dadurch wirkt es sehr natürlich und einzigartig. Was auch zu sehen ist, ist das Leder relativ dick, aber es ist dennoch sehr flexibel und fest. In der  Innenseite ist das Leder „offen“ und fühlt sich nochmal ganz anders an als die Außenseite. Anfangs hatte ich Bedenken, ob die Stiftschlaufe zum Aufkleben überhaupt am Material fest bleibt…und wie sie es tut! Überlegt euch also vorher ganz genau, wo ihr sie hinklebt und was für einen Stift ihr dazu verwendet. Ich bekomme den Sticker auf jeden Fall nicht mehr ab. 😉
Ein weiteres praktisches Feature ist der Verschluss, der auch von einem ElastiX gebildet wird. Mit dem vierten ElastiX aus der Tüte bildet ihr eine Schlaufe um eines der anderen Ringe und zieht es fest, dabei entsteht ein Knoten wie ihr es auf den Fotos seht. Durch die matte Materialoberfläche des Gummis rutscht das Verschluss nicht entlang des Rings und bleibt dort, wo es bleiben sollte. Jetzt könnt ihr euer Notizbuch, das ihr mit allen möglichen an Einlagen und Kleinigkeiten füllen könnt, auch verschließen und es kann nichts mehr rausfallen.
Was ich gerne mache, ist mein Smartphone unter das Verschlussgummi zu schieben – so habe ich meine wichtigsten Utensilien wie Notizbuch, Stift und iPhone, unterwegs immer an einer Stelle. Das ist besonders toll, wenn ihr eine große Tasche bei euch trägt, dazu tendiert die Sachen einfach rein zu schmeißen und euch ärgert sie wieder einzeln suchen zu müssen.  Das Handy bleibt auch ganz gut stecken, dennoch passt gut darauf auf.

Und was habe ich mir schönes ausgesucht?

Format: DIN A6
Anzahl der Einlagen: drei
Material: vegetabil gegerbtes Leder aus Belgien
Farbe:
brandy
( Es gibt insgesamt sechs Farben beim belgischen Leder, vier davon sind braun – cognac, kastanie, brandy und marone. Cognac und Kastanie sind dünner als brandy und marone. Man könnte sagen, dass Brandy der dickere Bruder von Cognac ist und Marone der von Kastanie. In den Bildern seht ihr, wie schön dick, fest und stabil Brandy ist! Ich liebe helle, warme Brauntöne. )
Hefte: liniert und gepunktet
( Eine Packung Einlage besteht aus zwei Heften mit jeweils 62 Seiten – also ziemlich vielen. Bei drei Einlagen wie bei mir wären das 186 Seiten. Also genug Platz für die Gedanken, der nächsten Wochen. 😉 )
Zubehör: bordeauxrotes Doppelbuchband, Stiftschlaufe, Doppeltasche

Das beste kommt zum Schluß: die Details machen es aus!
Jetzt kommen wir zu dem Teil, wo ich euch von den zusätzlichen Besonderheiten erzähle, die das X17 Produkt von anderen Notizbüchern absetzt.

Doppeltasche
Ich bin so begeistert, von den durchsichtigen Doppeltaschen. In der einen Hälfte kann man super Visitenkarten einstecken und im großen Einsteckfach größere Sachen. In anderen Notizbüchern gibt es manchmal auch große Einsteckfächer, diese sind aber nicht durchsichtig und ich sag es mal – bei mir ist es vor allem so – , wenn ich nicht sehe, was in der Tasche ist, gehe ich davon aus, dass da nichts wichtiges drin ist. Sprich: aus dem Auge, aus dem Sinn. Deshalb gibt es ein großes Plus für dieses Zubehör. ( In den Bildern habe ich euch einige Sachen eingefüllt, damit ihr die Taschen auch deutlich sehen könnt. 🙂 Ich sammle total gerne Kleinigkeiten auf meinen Reisen, besonders tun es mir Münzen an. )

Raffinierte Perforierung
Wie ich oben im Vorwort bereits geschrieben habe, wünsche ich mir oft bei Notizbüchern die Möglichkeit, Blätter sauber und gewissen frei rausreißen zu können. Aber nicht so wie bei den bekannten spiral gebundenen Collegeblöcken – da gingen sie mir viel zu leicht ab, so dass viele Blätter angerissen wurden und teilweise aus dem Block ragten. Bei den X17 Heften ist es so, dass die Perforierlinien bereits da sind, aber um sie dann zu nutzen, muss man das Blatt zunächst falten, erst dann kann man das Blatt losreißen. Wenn man also keine Blätter aus dem Block entnehmen möchte, ist das vollkommen okay und die Blätter bleiben fest drin, aber die Möglichkeit doch eins sauber zu entnehmen ist gegeben – und das finde ich total genial!

Fester Halt
Auf einem Bild könnt ihr eine Einkerbung im Heft sehen. Sie dient dazu, dass das ElastiX euer Heft nicht eindrückt, sondern fest in eurer Hülle behält. Einkerbungen findet ihr auch an der Hülle, nämlich am Buchrücken und an den äußeren Kanten. Wenn ihr eine Hülle bestellt, bekommt ihr vier ElastiX, eines könnt ihr als Verschluss nutzen. Dann könnt euer Notizbuch verschließen, wie in den Bildern ganz oben, und es fällt nichts mehr so leicht raus. (Anmerkung: Wenn ihr reguläre A6 Hefte aus dem Handel benutzt, ragen sie ca. 1 cm aus der Hülle heraus. Das könnt ihr entweder so lassen oder viel besser: mit einem Hebel-oder Stabelschneider beheben, indem ihr das überragende Stück abschneidet. )

Nummerierte Seiten
Dieses Feature finde nützlich, wenn man mit Verweisen arbeitet. Sie stören aber auch nicht, wenn man sie nicht braucht. Aber auf jeden Fall schön für denjenigen, der solche benötigt.

Deutsche Qualität & Handarbeit
Hierüber bin ich besonders stolz und froh. Innovation, Qualität und Handwerk haben ihren Preis und der ist in diesem Fall mehr als angemessen, denn sobald ihr das Notizbuch mal gekauft und benutzt habt, werdet ihr das schon merken. Ich gebe meines auf jeden Fall nicht mehr her! Ich bin ebenfalls sehr zufrieden mit der Papierqualität. Das Papier wirkt auf dem ersten Blick sehr dünn und das ist es auch, aber beim Schreiben mit dem Kugelschreiber und dem Füller konnte ich bis jetzt nicht viel negatives ausmachen – das Geschriebene scheint nur leicht durch aber sonst federt die Tinte nicht aus.

17 Jahre Garantie
X17 ist so überzeugt von der Qualität ihrer Hüllen, dass sie euch 17 Jahre Garantie auf diese gibt (bis auf Texon-Hüllen)! So ein Statement sagt doch schon alles aus, oder? Am besten ist es, wenn ihr euch selber einen Eindruck verschafft.

Fazit

Ich würde sagen, ich brauche mir in Zukunft keine Gedanken mehr zu machen, ob ich noch andere Notizbücher kaufen möchte! ♥

Nach langer Zeit habe ich gefunden, was ich gesucht habe – ein puristisches, funktionales und hochwertiges Notizbuch, das ich nach Belieben gestalten kann durch das modulare System. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich die Lederhülle entwickeln wird. Eines steht fest: wenn ich mir noch ein Notizbuch zulegen möchte, denn mir fällt ein, dass ich noch gar keinen Kalender habe, dann definitiv eines von X17 – es sei denn ich finde noch ein besseres, was ich aber bezweifle!
Bis dahin bleibe ich meinen kleinen, neuen Begleiter treu und freue mich schon auf unseren neuen gemeinsamen Weg, denn wie wir wissen:

Notebooks are designer’s best friends!

Liebste Grüße,
eure Vivi

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, schreibt mir einfach unten in die Kommentarsektion. Erzählt mir auch von euren Notizbucherlebnissen – seid ihr noch analog unterwegs oder macht ihr alles bereits digital? Habt ihr ein Lieblingsnotizbuch? Welche Marken mögt ihr und welche soll ich für euch testen? Eure Geschichten und Meinungen interessieren mich! 🙂